Das Galgenmännlein

Eine unheimliche Geschichte, musikalisch erzählt, nach Friedrich Heinrich Karl Freiherr de la Motte Fouqué (120 Minuten)

Ein Galgenmännlein verschafft seinem Besitzer luziferischen Reichtum, Macht und Ideen. Der Preis dafür ist hoch, denn wenn es nicht recht-
zeitig vor dem Ableben wieder veräußert wird, ist man des Teufels.

Die Zuhörer begeben sich auf eine musikalisch-literarische Reise in das Venedig um 1650, wo der junge deutsche Kaufmann Reichard – eben dem Elend des dreißigjährigen Krieges entflohen – endlich ein Leben in Saus und Braus führen möchte. Da kommt ihm das Angebot eines Galgenmännleins nicht ungelegen.

Fouqué schafft es meisterlich, das Publikum in Atem zu halten. Der ständige Wechsel zwischen Realität und Traum, zwischen Freude und Leid, Reichtum und Armut gewinnt im Laufe der Geschichte so an "Fahrt", dass man unaus-
weichlich mitgerissen wird.


Ganz unmerklich schleicht sich das Galgen-
männlein in die Seele des Zuhörers und entfaltet dort merkwürdige Empfindungen und Analogien potenziert durch die ausdrucksstarke Lesung und die musikalische Interpretation.

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